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Zwieselberg
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Einwohner |
ca.
260 |
| Fläche |
2.46
km2 |
| Höhe |
568-825
m ü. M. |
| Kontakt |
Tel.
033 657 20 65 |
Lage
Die Gemeinde Zwieselberg ist eine Kleinstgemeinde mit rund 260 Einwohnern.
Der Dorfkern liegt auf dem Ausläufer des Hügelzugs zwischen
Stockental und Glütschbachtal. In vergangener Zeit waren entlang
des Glütschbachs diverse kleine Werkstätten in Betrieb. Färberei,
Sägerei, Schleiferei, Mühle…, alle von der Kraft des
Baches betrieben. Heute ist in Zwieselberg das Handwerk fast ausgestorben,
es sind lediglich zwei Schreinereien und rund sechs Landwirtschaftsbetriebe
geblieben. Der Name Zwieselberg leitet sich von den zwei von weither
sichtbaren Beisseren-Hügeln ab und könnte deshalb etwa als
«Zwillingsberg» gedeutet werden. Das Gemeindewappen zeigt
das Weissenburger Schloss. Die Beziehungen der Zwieselberger zum Grafengeschlecht
der Weissenburger sind nicht bekannt.
In Zwieselberg besteht eine Gesamtschule, die für das kulturelle
Leben des Dorfs sehr wichtig ist. Weil Musik, Theater und Gesang in
der Schule einen grossen Stellenwert haben, führt die Schule jedes
Jahr zum Schulschluss und an Weihnachten ein Singspiel, Musical oder
Theater auf. Das Zwieselberger Moos, heute eine fruchtbare Ebene entland
des Glütschbachs, verrät durch seine schwarze Erde, dass hier
früher Moorboden war. Die Torfschicht ist zwischen 2 und 4 m dick.
Im Laufe der Zeit wurde Torf abgebaut und als Brennmaterial verwendet.
Am intensivsten war der Abbau zwischen den beiden Weltkriegen. Zeugen
dieser Zeit sind die Turbenhüttlein, von denen noch eine Anzahl
steht, heute jedoch zu andern Zwecken gebraucht werden. In den Jahren
1927 bis 1930 wurde das Moos trockengelegt. Der Bach, der sich vorher
in Windungen durch das Moos schlängelte, wurde gerade gelegt.
Die heutige Simmentalstrasse durchs Hani nach Reutigen konnte erst
nach der Ableitung der Kander in den Thunersee 1712 gebaut werden. Vorher
mussten Reisende und Fuhrwerke aus dem Simmental das steile Wegstück
von der Glütsch auf die Egg hinauf benutzen. Bei der alten Schleife
überquerte die alte Strasse auf einer hölzernen Brücke
die damalige Kander. Heute noch sind Steinblöcke des alten Brüggstocks
zu sehen.
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