Wappen Wattenwil
 
 

Wattenwil

Lage

Die Gemeinde Wattenwil mit ihren 2750 Einwohnern bildet den südlichen Abschluss des Gürbetals und somit auch des Amtsbezirks Seftigen. Das Gemeindegebiet verteilt sich auf die drei Bezirke «Dorf», «Mettlen», «Grundbach». Von kulturellem Interesse sind das Pfarrhaus und die Kirche. Die Gemeinde teilt sich topographisch in zwei Teile. Das flache Gebiet in der Talsohle (Gürbeschwemmgebiet) mit dem Dorfkern und den Ortsteilen «Gmeis» und «Mettlen» bildet einen gewissen Kontrast zum Ortsteil «Rain» (Grundbach). Ist im Tal die grösste Konzentration der Bevölkerung vorhanden, so kann sich der Grundbach mit anderen Vorzügen sehen lassen: mit seiner einzigartigen erhöhten Lage bildet er ein beliebtes Erholungs- und Ausflugsziel für die Städte Thun und Bern. Im Sommer und Winter lädt der Burgerwald mit seinen riesigen Dimensionen zu umfangreichen Spaziergängen und Wanderungen bis ins Gurnigelgebiet ein. Als meist nebelfreie Sonnenterrasse bietet der Grundbach einen grossartigen Ausblick ins Thunerseegebiet und auf die Berner Alpen.

Die Gürbe bietet eine interessante Kulisse für Wanderungen vom Quellgebiet bis zum Unterlauf. Bei der sogenannten «Ausschütte» lässt sich im Sommer herrlich verweilen. Picknick, Familiensport, Baden, Ruhe werden hier gross geschrieben. Die Naturschönheiten ziehen an sonnigen Tagen Leute aus nah und fern an. Wattenwil liegt am «Jakobsweg», dem früheren Weg der Pilger zwischen der Nordostschweiz und dem spanischen Santiago de Compostela, der Grabstätte des Apostels Jakobus. Der Pilgergedanke hat in den letzten Jahren einen bedeutenden Aufschwung erhalten. Eine sportliche Alternative zum Wandern bietet das Velofahren. Wattenwil ist an ein gut ausgebautes und markiertes Radwegnetz angeschlossen. Sowohl für den gemütlichen Familienausflug im Talgrund Richtung Bern, Thun oder Wimmis als auch für die sportliche Herausforderung im Gurnigelwald oder Richtung Riggisberg, Längenberg gibt es viele Möglichkeiten. Die Radfahrer können sich anhand einer übersichtlichen Orientierungstafel ins Bild setzen. Standorte: (für Radwege) Coop; (für Biking-Touren) Bushaltestelle Stockern und Restaurant Alpenblick.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde «Watinwile» in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Das Dorf wurde in den Aufzählungen der Naturaleinkünfte der beiden Grafen Hartmann von Kyburg genannt. Dem Namen nach zu schliessen («Weiler des Watto») dürfte dieser Ort im 8. oder 9. Jahrhundert als kleine alemannische Siedlung am Ölegraben entstanden sein. Funde und Ausgrabungen lassen jedoch auf Besiedlung des Gebiets in der Bronze- und Römerzeit schliessen. Da vor den grossen Gürbekorrektionen im 19. Jahrhundert ein grosser Teil des heutigen Dorfgebiets noch sumpfig war, wird der Ortsname «Wattenwil» auch etwa mit dem (nicht stichhaltigen) «durch den Wiler» oder «zum Wiler waten» gedeutet.


Einwohner: ca. 2’750
Fläche: 14,52 km2
Lage: 593 m ü. M
Kontakt: 033 359 59 11 / www.wattenwil.ch
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