RAD WANDER FERIEN THUN WEST
 

Uttigen

Einwohner
ca. 1750
Fläche
3.06 km2
Höhe
545 m ü. M.
Kontakt
Tel. 033 346 10 70 / www.uttigen.ch

 

 

 

 

Lage

Uttigen ist mit Schule, beruflichen Bildungsstätten und Arbeitsplätzen nach Thun ausgerichtet. Die Bedeutung der Aare als Verkehrsweg führte dazu, dass Uttigen schon früh eine gute Lage innehatte. Dies bezeugen Ruder und Stachel im Wappen, die an die Flösserei erinnern. Geblieben ist das wunderschöne Naherholungsgebiet der Aarelandschaft, welches zum Wandern und Rad fahren einlädt. Verkehrsmässig ist die Gemeinde ausgezeichnet erschlossen. Nebst den beiden Autobahnanschlüssen Thun-Nord und Kiesen, welche beide innert 5 Minuten erreichbar sind, verbinden die Züge der S-Bahn Uttigen alle 30 Minuten mit Thun und Bern. Richtung Uetendorf steht ein Radweg zur Verfügung, welcher es den Schülern wie den Erwachsenen erlaubt, ohne Risiken die Bestimmungsorte anzufahren. Nebst den ausgezeichneten Einkaufsmöglichkeiten im Dorf, Bäckerei, Volg-Verkaufsladen, Käserei und Metzgerei, gibt es in nächster Nähe überregionale Einkaufszentren wie Athleticum, Coop, Carrefour und Migros.

Ortsname, seine Wandlung

Die Bedeutung des Namens stammt aus dem Keltischen und heisst so gut wie «fruchtbarer Ort». Erstmals dokumentiert findet sich der Name auf einer Urkunde vom 25. August 894 als «Utingun» und erscheint um das Jahr 1259 als «Utingen» im Zusammenhang mit dem Namen der Burg im Jahr 1271. Das Jahr 1300 beschrieb den Ort mit «Utthingen». Später tauchte wiederum die Schreibweise «Utingen» auf bis zum heutigen Ortsnamen Uttigen.

Landschaft und Touristik

Uttigen ist ein Ort, der seine ursprüngliche Landschaft wenig verändert hat. Die geographische Lage an einem Aareknie mit einem steil abfallenden Ufer aus Nagelfluh ist eine Besonderheit von Uttigen. Aare- und Auenlandschaft bilden gemeinsam eine einzigartige Naherholungslandschaft, die man mit allen Sinnen erlebt. Diese erstaunlichen Flusspartien sind mühelos zu Fuss erreichbar. Man erlebt Einstimmung und Fühlungnahme mit einer Landschaft, die man laufend neu entdeckt. Es ist wie ein echtes «Wechselbad» von Erlebnissen, die Abstand zum Alltäglichen anbieten und zu schöpferischen Pausen einladen.

Geschichte und Besitz

Funde weisen auf eine römische Besiedlung hin. In einer Urkunde von König Arnulf wird die Abtei St. Gallen als Besitzer der Eigengüter zu «Utingen» bestätigt. Die ehemalige Ritterburg (heute eine Ruine) gehörte zu den umfangreichsten ihrer Art, weshalb sie in Schriften und Urkunden als «Stadt und Veste Uttigen» beschrieben wird, in der zahlreiche Generationen und Geschlechter wohnten. In der damaligen Zeit beherrschte die Burg durch ihre Lage und Grösse das alte Uttigen. In der über 1000-jährigen Geschichte der Burg gab es eine Vielzahl von Besitzerwechseln. Im Jahr 1528 erwarb das Spital Thun die Siedlung für 120 Pfund Berner Münzen. Die Ruine verrät heute noch viel von dem masslosen Ehrgeiz der Herren ihrer Zeit. Die Staatsentwicklung im Jahr 1798 brachte den Herrschaften das Ende.

 

   
   

 

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Volkswirtschaft Berner Oberland / 2009