Uttigen
Lage
Obschon zum Amt Seftigen gehörend,
ist Uttigen mit Schule, beruflichen Bildungsstätten und Arbeitsplätzen
nach Thun ausgerichtet. Die Bedeutung der Aare als Verkehrsweg führte
dazu, dass Uttigen schon früh eine gute Lage innehatte. Dies
bezeugen Ruder und Stachel im Wappen, die an die Flösserei
erinnern. Geblieben ist das wunderschöne Naherholungsgebiet
der Aarelandschaft, welches zum Wandern und Rad fahren einlädt.
Verkehrsmässig ist die Gemeinde ausgezeichnet erschlossen.
Nebst den beiden Autobahnanschlüssen Thun-Nord und Kiesen,
welche beide innert 5 Minuten erreichbar sind, verbinden die Züge
der S-Bahn Uttigen alle 30 Minuten mit Thun und Bern. Richtung Uetendorf
steht ein Radweg zur Verfügung, welcher es den Schülern
wie den Erwachsenen erlaubt, ohne Risiken die Bestimmungsorte anzufahren.
Nebst den ausgezeichneten Einkaufsmöglichkeiten im Dorf, Bäckerei,
Volg-Verkaufsladen, Käserei und Metzgerei, gibt es in nächster
Nähe überregionale Einkaufszentren wie Athleticum, Coop,
Carrefour und Migros.
Ortsname, seine Wandlung
Die Bedeutung des Namens stammt aus dem
Keltischen und heisst so gut wie «fruchtbarer Ort».
Erstmals dokumentiert findet sich der Name auf einer Urkunde vom
25. August 894 als «Utingun» und erscheint um das Jahr
1259 als «Utingen» im Zusammenhang mit dem Namen der
Burg im Jahr 1271. Das Jahr 1300 beschrieb den Ort mit «Utthingen».
Später tauchte wiederum die Schreibweise «Utingen»
auf bis zum heutigen Ortsnamen Uttigen.
Landschaft und Touristik
Uttigen ist ein Ort, der seine ursprüngliche
Landschaft wenig verändert hat. Die geographische Lage an einem
Aareknie mit einem steil abfallenden Ufer aus Nagelfluh ist eine
Besonderheit von Uttigen. Aare- und Auenlandschaft bilden gemeinsam
eine einzigartige Naherholungslandschaft, die man mit allen Sinnen
erlebt. Diese erstaunlichen Flusspartien sind mühelos zu Fuss
erreichbar. Man erlebt Einstimmung und Fühlungnahme mit einer
Landschaft, die man laufend neu entdeckt. Es ist wie ein echtes
«Wechselbad» von Erlebnissen, die Abstand zum Alltäglichen
anbieten und zu schöpferischen Pausen einladen.
Geschichte und Besitz
Funde weisen auf eine römische Besiedlung
hin. In einer Urkunde von König Arnulf wird die Abtei St. Gallen
als Besitzer der Eigengüter zu «Utingen» bestätigt.
Die ehemalige Ritterburg (heute eine Ruine) gehörte zu den
umfangreichsten ihrer Art, weshalb sie in Schriften und Urkunden
als «Stadt und Veste Uttigen» beschrieben wird, in der
zahlreiche Generationen und Geschlechter wohnten. In der damaligen
Zeit beherrschte die Burg durch ihre Lage und Grösse das alte
Uttigen. In der über 1000-jährigen Geschichte der Burg
gab es eine Vielzahl von Besitzerwechseln. Im Jahr 1528 erwarb das
Spital Thun die Siedlung für 120 Pfund Berner Münzen.
Die Ruine verrät heute noch viel von dem masslosen Ehrgeiz
der Herren ihrer Zeit. Die Staatsentwicklung im Jahr 1798 brachte
den Herrschaften das Ende.
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