Thierachern
Lage
Die Gemeinde Thierachern liegt im Westen
des Amtsbezirks Thun, nur knapp 5 km vom Stadtzentrum von Thun entfernt.
Das Dorf Thierachern hat keinen eigentlichen Kern, sondern ist in
fünf Teilgebiete (Wahlen, Dorf, oberer und unterer Schwand
sowie Brügggarten) aufgegliedert. Thierachern hat trotz der
Nähe zur Stadt Thun seinen ländlichen Charakter bewahren
können. Die überschaubare Grösse und Bevölkerungszahl
sind mit ein Grund, dass man sich noch kennt und grüsst in
Thierachern. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf dem sogenannten
«Chärschelehoger» mit 679 m ü.M., während
der tiefste Punkt «uf dr Brügg» auf 561 m ü.M.
zu finden ist.
Gemeindewappen
In Gold auf einem grünen Dreiberg
ein steigender roter Hirsch: ein redendes Wappen, bereits auf einer
Fahne von 1680 überliefert. In der heutigen Form wird es seit
etwa 1930 verwendet.
Geschichte
Prähistorische Funde im Schmittmoos
(Steinbeil, Bronzeringe, Bronzedolch) belegen die Besiedlung des
Gebietes Wahlen–Egg. Verschiedene Gräber und auch ein
Tonkrug voller Münzen zeugen von einer vermutlich recht intensiven
Bewirtschaftung unserer Gegend in helvetisch-römischer Zeit.
Die Kirche Thierachern erscheint 1228 erstmals in einer Urkunde
des Bistums Lausanne, welches sich damals über die ganze Westschweiz
bis in unsere Gegend erstreckte und durch die Aare vom Bistum Konstanz
abgegrenzt war. Es wird berichtet, dass Rudolf II., König von
Burgund, zu dessen Hoheitsgebiet auch unsere Gegend gehörte,
durch einen Traum veranlasst wurde, rund um den Thunersee 12 Kirchen
zu bauen. Die Chronik zählt diese Kirchen der Reihe nach auf,
nennt u.a. Einigen, Spiez, Wimmis, Amsoldingen, Leissigen und Thierachern
und gibt als deren Gründungsjahr 933 an.
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