Niederstocken
Lage
Die Gemeinde Niederstocken befindet sich
im Erholungsgebiet ca. 10 km westlich von Thun und Spiez, direkt
am Fusse des Stockhorns. Das Dorf wird durch verschiedene Baustile
geprägt. Am Dorfeingang, von Oberstocken herkommend, und im
Dorfkern selber stehen gut erhaltene und mittelländisch gestaltete
Bauernhäuser aus dem 18. Jahrhundert. Sogar original Stockentaler
Satteldachhäuser sind in unserem Dorf anzutreffen. Die jüngsten
Bauten sind im unteren Teil des Dorfs angesiedelt. Die etwas modernere
Überbauung, die ebenfalls zum Ortsbild passt, wurde 1980 realisiert.
Im Jahr 2000 wurde das neue Verkehrssicherheitszentrum Stockental
eröffnet. Unter der Leitung des TCS können in der speziellen
Anlage Lenker und Lenkerinnen von Personenwagen, Motorrädern,
Wohnmobilen, Bussen, Traktoren und leichten Nutzfahrzeugen ein optimales
Training für die alltäglichen Anforderungen auf den Strassen
absolvieren.
Die Gegend bietet auch wunderschöne Naturrastplätze für
einen kurzen Halt oder für eine Zwischenverpflegung. Wer an
einem sommerlichen Morgen oder bei abendlicher Dämmerung das
Stockental Richtung Reutigen befährt, kann die bildhafte Bergwelt
geniessen. Eiger, Mönch und Jungfrau sind jeweils in Zartrosa
gehüllt. Das Panorama wird durch das etwas einengende Tal und
die waldwuchs-bedingten dunklen Farbtupfer bildlich passend abgerundet.
Wer auch gerne zu Fuss unterwegs ist, kann von den schönen
Wanderwegen profitieren. Das Wanderwegnetz mit den vielen verschiedenen
Anforderungsstrecken zeigt wiederholt die Schönheit des Tals.
Mit einer 41/2-stündigen Wanderung ist es auch möglich,
von Niederstocken auf das Stockhorn zu gelangen. Die Wanderung bietet
während des Auf- oder Abstiegs grandiose Panoramabilder.
Geschichte
Geschichtliche Informationen über Niederstocken
sind nur spärlich vorhanden. Zu Namen und Wappen gibt es jedoch
konkrete Vermutungen. Im Jahr 350 brachen die Alemannen in Helvetien
ein und drangen bis an die Aare vor. Während etwa 200 Jahren
zogen immer wieder Züge von Norden nach Süden. Bald einmal
war das Gebiet an der Aare ziemlich dicht besiedelt. Die neuen Einwanderer
waren nicht überall willkommen. So wandten sie sich dem Nordabhang
der Stockhornkette zu, von der sich damals ausgedehnte Wälder
bis in die Ebene herunter zogen. Eine Gruppe drang rechts einer
moosigen und sumpfigen Ebene (heute Reutigmoos) in das Waldgebiet
ein, die andere links. Zäh und angriffig, wie die neuen Ansiedler
waren, reuteten sie den Wald und gruben Stöcke aus, um Äcker
und Weiden anzulegen. Deshalb hiessen die Siedlungen später
Stocken und Reutigen.
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