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Gurzelen
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Einwohner |
ca.
800 |
| Fläche |
4.52
km2 |
| Höhe |
600-650
m ü. M. |
| Kontakt |
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Lage
Das Gemeindegebiet von Gurzelen ist wesentlich von den einst bis zu
800 m dicken Gletschermassen der Eiszeiten geformt. Sie pressten den
Untergrund zu harten Sandstein- und Nagelfluhschichten, schliffen Hügelformen
und schoben Senken aus, die später zu Mooren aufgefüllt wurden.
Beim Gletscherrückzug blieben die auf ihrem Rücken über
weite Distanzen herangetragenen Steine liegen, so der aus dem Grimselgebiet
stammende «Fuchsenstein» im Steinhölzli und der Findling
im Wald bei der Kühweid aus der Region der Kleinen Scheidegg. Die
Bevölkerung lebte über Jahrhunderte von der Landwirtschaft.
In alten amtlichen Zusammenstellungen werden öfters drei Bäuerten
erwähnt: Ober- und Niedergurzelen und der Geist. Erst mit dem wirtschaftlichen
Wandel im 19. Jahrhundert und den damit verbundenen Arbeitsmöglichkeiten,
z.B. in den Militärbetrieben und der Selve Thun, setzte eine, allerdings
recht zurückhaltende, Veränderung ein.
Geschichte
Die früheste schriftliche Erwähnung unseres
Gemeinde- und Ortsnamens erscheint in einem Handänderungsdokument
von 1254, also vor über 750 Jahren. Erste Spuren von Menschen lassen
sich aber schon durch Funde aus vorchristlicher Zeit belegen. Der Name
Gurzelen stammt aus dem gallo-romanischen (lateinischen) «curticella»,
was auf burgundische Zuwanderung schliessen lässt. Im Mittelalter
standen in unserem Gemeindegebiet zwei Burgen. In Obergurzelen erinnern
noch die örtlichen Bezeichnungen Burg und Turm an das im 14. Jahrhundert
zerfallene Gebäude. In Untergurzelen sind in einem Wäldchen
über dem Steilbord zur Gürbetalebene Fundamentsreste des «Festeli»
erhalten, der nach 1350 gebauten Feste der Herren von Bennenwyl; sie
wurde wahrscheinlich am Platz eines Vorgängerbaus erstellt. Die
Burgen standen an der schon in römischer Zeit benutzten Wegverbindung
von Thun (römisch Dunum) nach Westen. In beiden Ortsteilen standen
im Mittelalter Kapellen. Diejenige von Obergurzelen wurde nach der Reformation
aufgegeben. In Untergurzelen löste 1710 die jetzige Kirche das
zu klein gewordenen Kirchlein von 1118 ab.
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