Blumenstein
Lage
Die Gemeinde Blumenstein liegt im obersten
Teil des Gürbetals und im untersten Bereich des Stockentals
am Fusse der Stockhornkette. Blumenstein ist die westlichste Gemeinde
des Amtes Thun, ca. 10 km von der Stadt Thun entfernt. Der Dorfkern
liegt auf 659 m ü. M., der höchste Punkt auf der Nünenenfluh
auf 2101 m ü. M. Ein Drittel der Gesamtfläche von 1551
ha ist mit Wald bedeckt. Blumenstein ist eine ruhige, übersichtliche
Landgemeinde mit rund 1200 Einwohnern. Sie besitzt verschiedene
kleinere und grössere Gewerbebetriebe, die Arbeitsplätze
in der Gemeinde anbieten. Die in der Landwirtschaft tätige
Bevölkerung ist stark zurückgegangen. Blumenstein verfügt
über eine beträchtliche Anzahl alter, teilweise gut erhaltener
und aufwändig renovierter Häuser. Auf dem signalisierten
Stockentaler Hausweg können diese bei einer Wanderung durch
die Gemeinden Blumenstein und Pohlern besichtigt werden. Die dem
heiligen Nikolaus geweihte Kirche von Blumenstein, erbaut um 1285,
wurde von Johann von Weissenburg gestiftet. Das Wappen des Stifters
ist im unteren Teil des rechten Kirchenfensters ersichtlich. Die
heute noch gut erhaltenen Glasfenster, die aus dem goldenen Zeitalter
der Königsfelder Glasmalerei stammen, stellen mit der Kirche
eine bekannte Sehenswürdigkeit dar.
Geschichte
Der Ortsname Blumenstein erscheint in
alten Chroniken in verschiedener Schreibweise, so 1361 als «Blomesten»
und 1453 als «Plumensteing». Über die ersten Besitzer
der Landschaften um Blumenstein ist man auf Vermutungen angewiesen;
doch glaubt man, dass es das gleichnamige Geschlecht war, das die
Burg Blumenstein bewohnte. Die Burg erhob sich senkrecht über
dem Wasserfall auf steilem Felskopf, am linken Ufer des Bachs. Nach
einem ausgestellten Kaufbrief war die Burg 1606 noch erhalten. 1782
waren noch die Ruinen sichtbar, die heute gänzlich vom Erdboden
verschwunden sind. Der Name des Burgbesitzers wird mit Herr von
Stein angegeben. Nach Aufzeichnungen ist der Name «Stein»
auf römische Herrschaft zurückzuführen. |